Wikinger Fakten

Der Transport der Schiffe

Schiffe über Land ziehen Die Wikinger waren die besten Seefahrer ihres Zeitalters.  Sie waren Krieger und Kaufleute die um den halben Globus segelten.  Von Skandinavien zum Mittelmeer, nach Irland, Grönland und Amerika.

Sie fuhren auch auf den Flüssen im Binnenland mit ihren  flachgehenden Booten und transportierten diese an Hindernissen  vorbei und von einem Fluss in den anderen.  Weil es keine Hänger gab und der empfindliche Kiel nicht  für lange Rutschpartien über Sand und Stein geeignet ist,  musste man andere Möglichkeiten finden.
Das tragen der Schiffe Kleine Schiffe konnten kurze Strecken von der Besatzung und  Hilfskräften auf Rudern und in Trageschlingen getragen werden.  Bei größeren Booten ging dies nicht und sie wurden über  mittellange Distanzen gerutscht.  Dazu legte man einfach frisch gefällte Äste und Zweige vor  und unter den Kiel und das Boot glitt wie "geschmiert" auf dem Saft  unter der frischen Rinde die vom Kiel weckgerissen wurde.  Sollten längere Strecken überwunden werden konnte man  abhängig vom Terrain das Boot auf eine Achse mitten unter  dem Kiel setzen und rollen.  Ruder an den Seiten aus den Boot stehend dienten der Besatzung zum  schieben, bremsen und balancieren der Rumpfes auf der Achse.  Eine über die Steven stehende Stange,  Lanzen oder Ruder dienten der Steuerung und der Rest der Besatzung  zog oder bremste das Gespann mit Leinen.  Es gab mich hoher Wahrscheinlichkeit schon damals eine Infrastruktur  zwischen wichtigen Fluss- und Seesystemen wo man sich Ochsen- oder  Pferdegespanne mieten konnte.  Eine andere Möglichkeit war den Kiel in einen speziell  dafür ausgehöhlten Baumstamm zu stellen und  diesen dann als eine Art Schlitten zu ziehen.  Zur Größe der Schiffe die auf diese Art transportiert  werden konnten kann man davon ausgehen das sie nicht  größer als 9m max. 10m waren,  also per Definition "Boote", ab 12m sprach man von "Schiffen" und  die gingen meist per Seeweg. das rollen von ein Schiff
In historischen Experimenten hat man solche Reisen der  Gotländischen Wikinger ins russische Reich und weiter bis Konstantinopel und zur Krim nachvollzogen.  Die Boote segelten ostwärts über die Ostsee und  die Flüsse hinauf.  Auf diese Weise konnten sie in Binnenseen wie den Ladoga und  Flüsse wie den Djnpr, die Wolga oder die Donau kommen mit  direkter Verbindung zum Schwarzen Meer und den Sultanaten mit  denen man Handel trieb.
Eine andere, damals kurze Landverbindung über die Shetland  Inseln nutzte man, um den Unbilden der Gezeitenströme und  des Wetters in diesen Gewässern zu entgehen.  Es war einfacher uns sicherer ein wikingisches 14t Handelsschiff vom  Typ "Knarr" zu entladen und bei Hochwasser durch einen seichten  Kanal von der Ostseite auf die atlantische Westseite der Inselgruppe  zu schleppen anstelle um das ganze Archipel herumzusegeln.  Dieser Kanal liegt nun durch die Landerhöhung trocken.

[ spätest modifiziert :  1-1-2016  ]