Henri Houben

Henri Houben

Henri’s Geschichte liegt lang zurück und es würde lange dauern  seine Faszination für das Oseberg Schiff zu erklären.  Henri fuhr als Steuermann auf Handelsschiffen zur See und seine Studien  galten dem Schiffsbau, Design, Stabilität,  konstruktion und der Charakteristik der Segelschiffe.  Das heisst wie macht mann das Beste aus einem Segelschiff. 

Ein Besuch des Vikingerschiffmuseeums in Oslo

1975 waren Henri und seine Familie auf einer Ferienreise in Norwegen.  An einem regnerischen Tag beschlossen sie die  Vikingerschiffshalle in Oslo zu besuchen ohne zu ahnen welchen Einfluss dieser Besuch auf die  Familie haben würde.
Als Henri das  Osebergschiff  sah war er fasziniert von den grazieellen Linien wie so viele andere auch.  Je mehr er schaute um so mehr erstaunt war er über die Charakteristik dieses  Bootes die im Gegensatz zu dem stand was er über Schiffsdesign gelernt hatt.  Dieser Rumpf war hohl Anstelle von rundlich wie bei traditionellen Booten  und hatte einen hohen Vor- und Achtersteven.  Das Ruder war verglichen mit heutigen Rudern lang und schmal und saß  an der rechten Schiffsseite, also steuerbords.  Ein tiefer Kiel, wichtig für die Stabilität, fehlte.  Hätte Henri das Schiff für einen seiner Studium entwickelt so  hätte er es falsch gemacht. 
Vor 1000 Jahren segelten solche Schiffe von Skandinavien über die Nordsee  nach England und Irland,  über den Atlantic nach Island, Grönland und weiter nach Nordamerika,  dem sagenumwobenen Weinland und bis hin ins Mittelmeer.  Keine andere europäischen Nation konnte sich mit den wikingischen  Kriegs- und Handelsflotten und deren Reisen messen.  Es ist klar das die Konstruktion dieser seetauglichen,  doch offenen Fahrzeuge kein Zufall war wie ungewöhnlich sie auch aus  der Sicht heutiger Fahrzeuge erscheinen mögen.  Dieses unter Jahrhunderten von der rauen See abhängigen Bewohnern  konstruierte und mit der Zeit verfeinerte Fahrzeug das voll segel- und  ruderbar war und auf Grund seines sophistikierten Steuerruders in Form  eines höh- und senkbaren hydrodynamisch profiliertem Flügelprofils  in flachen Gewässern operieren konnte,  dieser Bootstyp war der überlegenste seiner Zeit in Europa. 

Was lehrte das Osebergschiff ?

Wieder in Holland ging das Schiff nicht aus Henri’s Gedanken.  Welche Geheimnisse verbarg das Schiff ?  Mit seinen Kenntnisseen über Schiffbau begann er das Schiff zu zeichnen,  seine Proportionen, seine Konstruktion und Charakteristika zu untersuchen.  Er fand eine Überraschung nach der anderen  ( mehr darüber in  wie machten es die Wikinger,  Für Henri wurde klar, das Wikingerschiffbau doch nicht so kontrovers  verglichen mit moderner Praxis war.  Einiges war nur mit den Jahren in Vergessenheit geraten.  Er sah es als seine Aufgabe an Licht in die wikingische Schiffsbauhistorie  zu bringen und das vergessene Wissen wieder zu finden. 

[ spätest modifiziert :  1-1-2016  ]